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Luis Rauschhuber wurde am 31. Mai 1904 in München geboren.
Seine harte Kindheit verbrachte er in Oberbayern. Schon als Jugendlicher, er war Vollwaise, verdiente er seinen Lebensunterhalt selbst und arbeitete beim Kanalbau am Inn.
1924 kam er nach Nürnberg, hier entdeckte er seine Liebe zu Architektur und Bildhauerei. Er beschloss eine Lehre als Steinmetz zu absolvieren. Gleichzeitig belegte er an der Nürnberger Kunstgewerbeschule (damals „Staatsschule für angewandte Kunst“) Abendkurse für Zeichnen. Aufgrund seiner offensichtlichen Begabung wurde er in diese Schule aufgenommen und erhielt dort für seine Arbeiten mehrere Preise und Auszeichnungen.
1930 1933 ermöglichte ihm ein Stipendium das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Karl Killer.
Seine Aufnahmearbeit, der „Schmerzensmann“ steht heute in der Kirche St. Martin als Kriegerdenkmal.
1933 kehrte er nach Nürnberg zurück und arbeitete von nun an als freier Bildhauer. Vorwiegend mit seinen Portraits gewann er bald Beachtung in der Öffentlichkeit und erhielt private sowie öffentliche Aufträge. Er beteiligte sich an vielen Ausstellungen.
Während des zweiten Weltkrieges wurde er nie wirklich zum Militärdienst eingezogen. Zweimal wurde sein Atelier gänzlich zerstört und er verlor auch seine Wohnung.
1944 heiratete er Gertrud Meixner mit der er bis Kriegsende in Würzburg wohnte. 1947 wieder nach Nürnberg zurückgekehrt stand er in regem Austausch mit anderen Künstlern: Malern, Architekten, Musikern, Dichtern sowie Leuten vom Theater. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe „Der Kreis“, von der er sich aber nach wenigen Jahren zurückzog. Er arbeitete unbeeindruckt vom Wandel in der Kunst, der in den 60/70 er Jahren stattfand, und blieb seinem Stil und seiner Überzeugung treu. Die Entwicklung im künstlerischen Schaffen vollzog sich bei ihm unabhängig von Mode und äußeren Strömungen. Seine letzte Großplastik “Der leidende Mensch“ schuf er 1971. Sie steht im Klinikum Nürnberg Nord.
Am 7. Mai 1973 verstarb Luis Rauschhuber im Alter von knapp 69 Jahren.
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